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Navigation bei Hüft- und Kniegelenksimplantationen
Was macht Navigation so besonders?
Je genauer die Komponenten eines künstlichen Gelenkes in ihrer Position aufeinander abgestimmt sind, umso geringer ist der Verschleiss. Wenige Grad bzw. wenige Millimeter Abweichung von der Idealposition können die Funktion einschränken.
Was ist bei einer Navigations-Operation anders als bei einer konventionellen Gelenkimplantation?
Um dem Computer Informationen über die genaue Position der Knochen und Oberflächen zu geben, werden bei Knieoperationen an Ober- und Unterschenkel (bei Hüftoperationen am Becken und Oberschenkel) Marker befestigt, damit der Computer die "Knochen sehen" kann. Die Befestigung dieser Marker erfolgt mit einen minimalen, ca. 1 cm langen Schnitt durch die Haut. Der erhöhte Aufwand für die Erzielung einer besseren Qualität ist durchschnittlich mit einer OP-Zeit-Verlängerung von 15 Minuten verbunden - gemessen am Vorteil für den Patienten eine Zeit die sich lohnt.
Navigation und minimal invasive Operationstechniken - passt das zusammen?
Navigation und minmale Operationstechnik ergänzen sich in idealer Weise. Der Hauptnachteil der minimal-invasiven Techniken - die eingeschränkte Sicht auf die Anatomie - wird durch die Informationen die das Navigationssystem liefert, mehr als ausgeglichen.
Ist die Navigation bei allen Patienten von Vorteil?
Die bisher veröffentlichten Studien belegen, dass eine verbesserte Implantatposition erzielt werden kann. In der Praxis ist es dennoch nicht in jedem Fall sinnvoll, die Navigation einzusetzen. In Standardfällen können von einem erfahrenen Operateur ebenso gute Ergebnisse erzielt werden, ohne die mit der Navigation verbundenen Nachteile in Kauf zu nehmen. So steigt das Infektionsrisiko mit der verlängerten Operationszeit - wenn auch nur in geringem Maße - grundsätzlich an. Auch steigt dieses Risiko durch die zusätzlich benötigten Marker, die durch separate Hautschnitte mit dem Knochen verbunden werden.
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