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Einseitiger Oberflächenersatz

 In durchschnittlich etwa 5-10% der Fälle einer Kniearthrose kann der Ersatz nur einer Gelenkfläche in Frage kommen. Folgt man dem Prinzip, so wenig wie möglich körpereigenen Knochen zu entfernen, kann in den Fällen, wo nur eine Gelenkseite in Mitleidenschaft gezogen wurde, eine sogenannte unikondyläre Schlittenprothese eingesetzt werden.

Oftmals entsteht die Schädigung nur eines Gelenkanteils durch eine Fehlstellung der Beine wie z.B. O- oder X-Beine. Dies kann dann zu einer Überbelastung eines Gelenkanteils und damit zum vorzeitigen Verschleiß des Knorpels und einer lokalen Arthrose führen.

 Die Vorteile des einseitigen Gelenkersatzes (Schlitten/ Hemi-Prothese) liegen auf der Hand. Bei diesem Eingriff bleibt der größte Teil des natürlichen Gelenkes (Kreuzbänder, Knorpel, Muskeln) erhalten und unversehrt. Somit hat der Patient nach dem Eingriff ein absolut normales Bewegungsgefühl. Diese Eingriffe werden heutzutage durch sehr kleine Hautschnitte durchgeführt (MIS), was für den Patienten eine schnellere Wundheilung und weniger postoperative Schmerzen bedeutet.


Materialien und Oberflächen unterscheiden sich dabei grundsätzlich nicht von einem kompletten Oberflächenersatz.

Der geschädigte Knorpelbereich des Oberschenkels wird durch eine Standard Metallkomponente aus einer Kobald-Chrom Legierung ersetzt. Neuere Materialien wie OXINIUM, die viele abreibfester und gleitfähiger sind und dadurch längere Standzeiten versprechen, werden heutzutage immer häufiger dafür eingesetzt.
Lesen Sie hier mehr zu OXINIUM.



Verwendung:




Oberschenkel-Komponente aus OXINIUM um die Gleitfähigkeit und Langlebigkeit des Implantats zu erhöhen.




Unterschenkelkomponente aus einer Titanlegierung mit eingeklicktem Gleitlager aus einem Polyethylen-Kunststoff.


Gedruckt am 20.11.2008 um 07:50

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