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Metall-Metall-Gleitpaarungen

Metall-Metall-Gleitpaarungen bei denen der aus Metall bestehende Hüftkopf gegen eine Metallschale gleitet, wurden erstmals in den 50er Jahren angewendet.

 Das Verfahren hatte sich jedoch zunächst nicht durchsetzen können: Ganz wesentlich für das Funktionieren dieser Artikulation ist ein genau auf das Material abgestimmtes "Spiel" zwischen den Oberflächen. Es war zu Beginn auf Grund der fehlenden technischen Voraussetzungen nicht möglich, die Hüftgelenksprothesen mit einer solchen Genauigkeit zu fertigen, die nötig war, um ein optimales Spiel zu gewährleisten. Die Maschinen hatten eine zu große Fertigungstoleranz. Diejenigen Prothesen, die nicht nach kurzer Zeit versagten, wiesen die nötigen technischen Genauigkeiten eher zufällig auf. Dann jedoch hatten sie Standzeiten von 30 Jahren und mehr.

Seit 1988 gibt es wieder Metall-Metall-Gleitpaarungen beim Hüftgelenkersatz, allerdings sind diese nur sehr bedingt mit den ursprünglichen Metall-Metall-Gleitpaarungen zu vergleichen. Die Pfanne besteht aus einer so genannten "Sandwich-Konstruktion" (Metallpfanne-Polyethylenpuffer-Metalleinsatz), der Hüftgelenk-Kopf hat einen Durchmesser von 28, 32 oder 36 mm. Der künstliche Hüftkopf ist damit deutlich kleiner als der natürliche Gelenkkopf, der in der Regel einen Durchmesser zwischen knapp 50 mm bis ca. 65 mm hat, was zwangsläufig eine weniger natürliche Physiologie zur Folge hat.

Derek McMinn griff Ende der 80er Jahre das Prinzip der Metall-Metall-Gleitpaarung der 50er Jahre wieder auf. Er entwickelte auf Basis der technischen und klinischen Ergebnisse derjenigen Metall-Metall-Gleitpaarungen der 50er Jahre, die sehr lange Überlebensraten zeigten ein neues Implantat, die Birmingham Hip Resurfacing (BHR).

Hip Resurfacing (BHR) Oberflächenersatz




Gedruckt am 20.11.2008 um 09:18

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