|
|
Kobalt-Chrom (CoCr)
Kobalt-Chrom-Molybdän-Legierungen werden beim Hüftgelenkersatz schon seit den 50er Jahren eingesetzt. Das Material eignet sich sowohl für Last tragende als auch für tribologische Komponenten, d.h. als Gleitpartner.
CoCr-Gusslegierungen
Der Werkstoff weist innerhalb der Metall-Legierungen die höchste Härte auf und ist sehr feinkörnig. Damit eignet er sich in idealer Weise als Werkstoff für Gleitkomponenten. Im Herstellungsprozess werden Blockkarbide (Kohlenstoffverbindungen), die eine extrem hohe Härte aufweisen, ausgeschieden. Es ist damit auch der ideale Werkstoff für so genannte Metall/Metall-Paarungen.
Hip Resurfacing (BHR) Oberflächenersatz
CoCr-Schmiedelegierungen
CoCr-Legierungen sind sehr feinkörnig. Durch Schmiedeprozesse kann ihre Festigkeit stark variiert und erhöht werden. Last tragende Implantatkomponenten die auf Biegung und Torsion beansprucht werden - vor allem also Hüftschäfte - sind heute ausschliesslich aus geschmiedetem Material. Diese Legierungen weisen widerum einen sehr niedrigen Kohlenstoffgehalt auf und haben keine Karbide in ihrer Struktur.
CoCr-Legierungen weisen - wenn auch nur in geringem Maße - Nickelanteile auf. Sie sind aus diesem Grunde, für Nickelallergische Patienten nicht zu empfehlen.
Gedruckt am 20.11.2008 um 08:29 |
|