OXINIUM - ein High Tech Implantatwerkstoff
Was ist OXINIUM?
OXINIUM ist kein neues Implantat, sondern ein neuer, einzigartiger Werkstoff, dessen Entwicklung mehr als 10 Jahre gedauert hat. OXINIUM ist eine Metall-Legierung, deren Oberfläche aus Keramik besteht, um so eine besonders harte, abriebfeste und gleichzeitig bruchsichere Oberfläche zu erhalten. Es vereint die Vorteile von Keramik und Metall.
Bei OXINIUM handelt es sich um 97,5% Zirkonium und 2,5% Niob. Beide Metalle sind besonders biokompatibel, also für den Körper sehr gut verträglich.
Mit OXINIUM steht Patienten und Ärzten heute ein Material zur Verfügung, das höchsten Ansprüchen genügt. Es ist eine gelungene Verbindung zwischen den guten Materialerfahrungen der Vergangenheit und den ständig steigenden Ansprüchen an Werkstoffe und Implantate für die Medizin von heute und morgen.
OXINIUM: Vorteile ohne Nachteile
In der Endoprothetik werden seit über 20 Jahren Metall (Kobalt-Chrom) oder Keramik (Aluminiumoxyd) als Werkstoffe verwendet. Mit OXINIUM ist es erstmalig möglich, die Vorteile dieser Materialien zu nutzen, ohne ihre Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.
Was macht OXINIUM so besonders?
Geringster Abrieb, keine Bruchgefahr, kein Ablösen der Oberfläche
Kobalt-Chrom Oberflächen sind zwar sehr widerstandsfähig, verursachen aber im Laufe der Zeit einen höheren Abrieb an den Polyethylen Komponenten der Endoprothese als OXINIUM. OXINIUM reduziert diesen Abrieb aufgrund seiner extrem glatten Oberfläche um ca. 85%*.
OXINIUM Implantate können zusätzlich in der Kombination mit einem speziellen Gleitpartner, einem besonders haltbaren, hochvernetzten Kunststoff (XLPE) verwendet werden.
Im Gegensatz zu Kobalt-Chrom hat ein Hüftkopf aus Keramik zwar eine fast abriebfreie Oberfläche, birgt jedoch andere Risiken. Keramik ist sehr spröde, so dass vereinzelt Keramikköpfe unter Belastung zerbrechen können. Dieses Risiko ist bei OXINIUM, da es sich um ein Metall handelt, ausgeschlossen.
Aber handelt es sich hierbei nicht um eine Oberflächenbeschichtung, die sich vom Trägermaterial - der Metalllegierung - lösen kann?
Die Antwort lautet: "Nein". Anders als bei Oberflächenbeschichtungen, die sich in der Regel lösen oder abnutzen können, wurde bei OXINIUM die Materialoberfläche in ihrer gesamten molekularen Struktur verändert, so dass das Material homogen und absolut fest bleibt.
Allergien
Innerhalb der Bevölkerung zeigen sich immer häufiger Überempfindlichkeiten gegenüber Metallen und hier oftmals gegenüber Nickel. Man kann davon ausgehen, dass ca. 10% der Bevölkerung solche allergischen Metall-Reaktionen zeigen.
OXINIUM besteht aus zwei der bioverträglichsten Materialien - Zirkonium und Niob - überhaupt. Der Nickelgehalt ist geringer als die Nachweisgrenze (d.h. kleiner als 0,0035%).
Somit ist dies ein optimales Material für viele Patienten mit Metallsensitivitäten bzw. Nickelallergien.
Keine Bruchgefahr
Im Gegensatz zu Kobalt-Chrom hat ein Hüftkopf aus Keramik zwar eine fast abriebfreie Oberfläche, birgt jedoch andere Risiken. Keramik ist sehr spröde, so dass vereinzelt Keramikköpfe unter Belastung zerbrechen können. OXINIUM unterliegt durch seine metallische, elastische Grundstruktur keinerlei Bruchgefahr.
Klinische Ergebnisse
(175 Patienten in Studie (RSA) eingeschlossen)
- Cross Linked Polyethylen von Smith+Nephew (XLPE) mit extrem niedriger Abriebsrate
- OXINIUM in Verbindung mit Cross Linked PE ohne messbaren Verschleiss nach einem Jahr
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Die Vorteile:

- Höchste Körperverträglichkeit (Biokompatibilität)
- Geeignet bei allergischen Reaktionen auf Nickel 85%
- Deutlich geringerer Abrieb gegenüber Kobalt-Chrom Implantaten: 98% bei Hüftsystemen*
- Kein Bruchrisiko - im Gegensatz zu Keramik Komponenten
* Scott et al., A Method to Quantify Wear Particle Volume Using Atomic Force Microscopy. ORS Transactions Vol. 27 2002 (Dallas, Texas) 132
Woraus besteht OXINIUM?

- (1) Oxinium Oberfläche (Dicke: 5 um)
- (2) Übergangszone zwischen keramischer Oxinium-Schicht und Zirkonium-Niob-Metallkern
- (3) Zirkonium-Niob-Metallkern
OXINIUM. Eine Lösung bei Allergien und Nickelempfindlichkeit

Ihr behandelnder Arzt übernimmt nicht nur die Verantwortung für den operativen Eingriff und die richtige Auswahl Ihrer Endoprothese, sondern auch für verschiedene andere Aspekte einer optimalen Versorgung. Insbesondere bei Allergien oder Empfindlichkeiten (zum Beispiel gegen Nickel) bietet sich die Verwendung von OXINIUM Prothesen an. OXINIUM ist aufgrund der verwendeten Rohstoffe fast vollständig nickelfrei und hat seine sehr gute Biokompatibilität in Studien und in der Praxis bewiesen.
Extrem stabil

Zerbersten eines Keramik-Kopfes bei ca. knapp 36 kN Druckbelastung (Obere Reihe).
Nur minimale Verformung eines Oxinium-Kopfes bei knapp 89 kN Druckbelastung (Untere Reihe).
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